Förderantrag - Nachweiserklärung für Wärmepumpe

  • Nachdem die Förderung zu meiner SoleWP (hier mein WP Bau Tagebuch) prinzipiell als genehmigungsfähig bestätigt wurde kann man Fachunternehmer beauftragen und Material einkaufen.

    Den Antrag stellt man hier: https://fms.bafa.de/BafaFrame/begem2

    Ich habe die Bestätigung innerhalb einer Woche bekommen. Man bekommt auch eine entsprechende Email mit der Vorgangsnummer.

    Meist vergehen dann ja Monate und wenn es dann so weit ist findet man die passenden Webseiten nicht mehr um den sogenannten "Verwendungsnachweis" einzureichen. Zumindest ging es mir so, viele Google suchen etc. immer landet man bei irgendewelchen Fördungerungen für Prozesswärme, oder E-Autos oder oder ...

    Es ist aber ganz einfach man gehe zu: https://fms.portal.bafa.de und melde sich dort an. Dort findet man eine Übersicht seiner Anträge:

    Durch klicken auf die Vorgangsnummer kommt man dann weiter um Dokumente für des ersten Antrag hochzuladen - dort dann auf Dokumente hochladen klicken die Kategorie des Dokumentes auswählen und hochladen. Eins nach dem anderen

     

    ist das schon gemacht und genehmigt UND die WP ist in Betrieb (Inbetriebnahme Datum ist das für den Dauerbetrieb, ein Probebetrieb kann ignoriert werden) geht es mit dem Verwendungsnachweis weiter:

    Verwendungsnachweis:

    Man bekommt diese Ansicht

       

    Bestätigen, dass man keine doppelten Anträge blabla gestellt hat und die IBAN des eigenen Kontos (bzw. von demjenigen der den Antrag gestellt hat) angeben.
    Dann kommt man zur eigentlichen Dateneingabe.

    Neben den Rechnungen braucht Ihr noch die Fachunternehmererklärungen und die Bestätigung des Wahrheitsgemäßen Ausfüllens.

    beg_formular_beg_fu_wn_gbn.pdf Hier mal das leere Formular - aber bitte besser vom BAFA runterladen, evtl. ist meine Version schon veraltet.

    Das Formular zur Bestätigung der Richtigkeit der Angaben habe ich hier gefunden: https://www.bafa.de/SharedDocs/Dow…ichtigkeit.html

    So sieht es aus wenn man alle 4 Formularre hochgeladen hat:

    Danach kommt nochmals eine Übersichtsseite und Absenden Knopf drücken fertig :)

    Die Bestätigung der Einsendung könnt Ihr Euch dann nochmals als PDF herunterladen.

    Eigentlich recht einfach. Im einfachsten Fall 3 Dokumente. Wenn man viele Rechnungen hat entsprechend mehr.

  • Noch ein paar Kommentare zur Heizlastberechnung, die bei mir folgendermaßen aussah (nur die Zusammenfassung):

    Interessant fand ich dabei:

    • Die Original GAS Therme, die sich beim Kauf vor 10Jahren im Haus befand war auf 18kW ausgelegt
    • Mein Praxis Wärmebedarf war 2.5kw BHKW + 1-2kW Abwärme Rechner, die letzten Jahre - nur wenn wirklich mal mehrere Tage Minus dann Holzofen für ein paar Stunden
    • Meine eigene Überschlagsrechnung mittels Fläche und Gebäudehüllenstand zum Baujahr hatte ca. 6-7kW ergeben. Also halbwegs nah an dem was das Ingenieurbüro anhand Gebäudedaten errechnet hat. Beides im Vergleich zu den Praxiswerten immer noch deutlich zu hoch.

    Aber was ist eigentlich eine Heizlastberechnung, Hydraulischer Abgleich und Thermischer Abgleich. Mal in meinen einfachen Worten:

    • Heizlastberechnung:
      Dient dazu grob zu Berechnung wie groß die Heizungsquelle (Wärmepumpe....) dimensioniert werden muss. Weiterhin dient sie dazu zu bestimmen welche Heizkörper oder FBH Auslegung man in den einzelnen Räumen benötigt. Also die Heizlast pro Raum als Basis für das weitere Vorgehen.
    • Hydraulischer Abgleich:
      Hier werden die Heizkörper bestimmt bzw. die Heizzonen der FBH. Dient weiterhin dazu sicher zu stellen, dass durch Volumenstromeinstellung immer genügend Energie an allen Heizkörpern oder FBH Zonen ankommt. Ansonsten könnte es passieren, dass nur die ersten Heizkörper in einer Reihe warm werden und der Rest in die Röhre schaut und es bleibt kalt. Ziel ist es alle Räume auf eine Zieltemperatur heizen zu können.
    • Thermischer Abgleich:
      Ich würde sagen, dass ist die FEIN Justage des Heizungssystems. Macht man in der Regel erst im 2ten oder späteren Jahre nach Installation einer neuen Anlage. In der Heizlastberechnung und beim Hydraulischen Abgleich ist man in der Theorie. D.h. man Berücksichtigt nicht wie oft wird die Küche benutzt bzw.. Abwärme durch Ofen etc. wie viele Personen sind im Raum - ist jemand Dauer-Duscher oder läuft evtl. ein Computer mit Hochleistungshardware die ganze Zeit. Man könnte auch sagen mit dem Thermischen Abgleich stellt man die Ventile bzw. Durchflussmengen so ein, dass man sich überall im Haus wohl fühlt und nicht ständig nachregeln muss. D.h. dann ist z.B. eine Einzelraumregelung eher überflüssig.
  • Kommentare zum Hydraulischen Abgleich (anhand der Gebäudedaten):

    Trotz "astronomischer" Vorlauftemperatur von 52Grad (OK für Radiatoren eigentlich normal) reichen die Heizkörper laut Heizlast in manchen Räumen nicht aus. Speziell das Studio (eigentlich unser Schlafzimmer) - die Namen im Gebäudeplan sind nicht mehr aktuell - komplette Unterversorgung mit Heizung. Bis -~100W ist unkritisch, da reicht schon eine Person im Raum um das zu kompensieren, aber das Schlafzimmer hat -900W!!

    In der Praxis ist aber sowohl unser OG wie auch DG (nur Schlafzimmer) meist komplett unbeheizt und hat trotzdem 21+C. Die beiden Stockwerke werden durch das offene Treppenhaus einfach mit beheizt. Energetisch macht das Schlafzimmer an der Stelle dann sogar Sinn, da wir eh niedrigere Temperaturen zum Schlafen bevorzugen.
    Ich denke die Fehlberechnung kommt, durch den Grundriss, der das DG als einen großen Raum darstellt. In der Wirklichkeit ist es ein Treppenaufgang mit Tür zum Schlafzimmer. In der Heizlastberechnung stehen 48qm real hat das Schlafzimmer ca. 13qm (alles Dachschrägen) + den Flurbereich ca. 5qm.

    Nehme ich mal das Studio (1441Watt) aus dem Heizbedarf raus - komme ich mit 6.3kW schon deutlich besser an die Realität ran - unsere WP hat 6kW. Das passt also soweit schon.

    Die Berechnung der FBH kommt der Realität recht nach, da sie Zeigt, dass wir ein leichtes Problem im Windfang haben (Hauseingang). Das entspricht durchaus der Realität. Aber der Bereich ist mit einer Tür getrennt und hat als Zieltemperatur nur 19 Grad. Wenn es draußen Minusgrade hat, wird der Bereich nur 17-18Grad warm. Ist uns aber egal, da dies nur der Eingangsbereich und Gäste-WC betrifft. Ist quasi Wärmeüpufferzone.

    ==> achtet drauf, dass Ihr immer den realen Stand des Hauses zur Berechnung einreicht, ansonsten stimmt es eben mal so gar nicht.

    Anmerkung:
    Das Büro, welches die Berechnung gemacht hat, hat mich durchaus darauf hingewiesen, dass die Daten nicht ganz stimmen könnten. Ich habe aber von einer Korrektur abgesehen (kostet nur Geld und ich brauchte die Berechnungen nur für den Förderantrag). Weiterhin wurde mir empfohlen einen Thermischen Abgleich zu machen wenn alles im Haus eingeschwungen ist. Gut passt, genau das haben wir ja eigentlich die letzten Jahr hin optimiert, daher wissen wir ja die Heizungen oben können aus bleiben.

  • nach 2 Monaten ist dann mein Verwendungsnachweis auch mal in Bearbeitung...

    Ich bin mal gespannt ob der Nachweis durchgeht und ich eine Förderung bekomme. Ich habe ja fast alles selber gemacht, aber auch nur die WP als solches in der Förderung beantragt habe.

  • nach fast 3 Monaten immer noch in Bearbeitung:

    Was es da so lange zu bearbeiten gibt erschließt sich mir nicht.

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